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	<title>Kommentare für marokiblog</title>
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		<title>Kommentar zu Moderne Faschismus-Indikatoren, V0.2a von Manfred Homann</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/12/04/moderne-faschismus-indikatoren-v0-1/#comment-57</link>
		<dc:creator><![CDATA[Manfred Homann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 15:04:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=166#comment-57</guid>
		<description><![CDATA[Ich denke dass im Moment bei Facebook wie auch bei anderen sozialen Netzwerken faschistische Tendenzen derzeit nicht ablesbar sind, denn es fehlt an einem übergeordneten ideologischen Konzept das mehr als blose   Gewinnmaximierung zum Ziel hat. Aber das Internet und die Datenverarbeitungstechnologie, überhaupt die IT-technologie sind Werkzeuge, die es zukünftigen Herrschaftssystemen und -ideologien ermöglichen, relativ leicht die totale zentralistische Kontrolle und Manipulation der Massen zu gewährleisten. 
Eine neue Art des Faschismus wird nicht mehr plump mit offenem Terror, mit Springerstiefeln, mit militärischen oder paramilitärischen Formen und mit einem offen propagierten Warheits- und Alleinvertretungsanspruch daher kommen.
Nein das geht viel subtiler ab. Die Massen werden einfach nur so lange verunsichert, bis sie freiwillig froh sind total kontrollierbar zu sein. Sie werden so lange mit alternativlosen Vorschlägen bombardiert, durch eine öffentliche Mainstreem-Presse und Medienlandschaft gestützt, dass sie auch ohne die klassischen Herrschafts- und Zwangsmittel den Herrschenden folgt, sie zu mindestens nicht bedeutsam in Frage stellt.
Die demokratische Vielfalt und Pluralität als Voraussetzung für Herrschaft, als Voraussetzung um die Organisierung und Strukturierung von Gegenmacht in der Googel-Informationsflut untergehen zu lassen, das ist der neue Faschismus.
Quasi eine Art permanente Gehirnüberflutung, gepaart mit immer mehr Stress durch die totalitäre Handy-Verfügbarkeit der sich kaum noch jemand entziehen kann, gepart mit einem immer stärkeren totalitären Anspruch auf Verfügbarkeit und Flexibilität am Arbeitsplatz bei gleichzeitigem Abbau oder der Aushölung von Arbeitnehmerrechten, das alles was so zur totalen Individualisierung, zur totalen Konsum- und Fremdorientierung beiträgt - das ist es was wie ein Krebsgeschwür das autonome Denken und Handeln immer mehr erschwert.
Totale Konsumkontrrolle, totale Arbeitskontrolle, totale Finanzkontrolle, totale Kommunikationskontrolle durch Staaten, aber auch durch Wirtschaftsunternehmen, durch die Mafia, durch religiöse Organisationen, durch wen auch immer sofern er genug Geld und Macht und Interessen hat das zu managen, das alles nehmen wir unkritisch hin, ja viele sind so stark davon persönlich abhängig, dass sie es subjektiv als einen Freiheitsverlust definieren würden, wenn sie plötzlich mal wirklich Zeit zum Nachdenken hätten, geschweige denn Zeit um mit anderen gemeinsam neu zu denken.

Natürlich gibt es im Internet eine Unzahl unterschiedlichster Foren und Beiträge zum neuen alternativen Denken, aber ohne die gleichzeitige Anbindung an ein Netz persönlicher Beziehungen (nicht nur Netz-Beziehungen im weltweiten Cyber-Nirwana) und ohne eine gleichzeitige neue Ideiologiebildung und die Herausbildung von wirklichen system-unabhängigen, damit system-gefährdenden Organisationen mit dem Willen zur eigenen Machtübernahme, also als relevante Gegenmacht, ist nach derzeitiger Lage der Zug in Richtung totalitäre Weltherrschaft unterwegs.

ATTAC oder OKUPAY-Bewegung, oder die Piraten-Partei sind zwar kleine Ansätze, aber solange sie nicht in der Lage sind die Machtfrage wirklich zu stellen und zum Beispiel das Räderwerk des totalitären Finanzkapitalismus ernsthaft lahm zu legen (Schulden nicht mehr begleichen, Verweigerung der Handyverfügbarkeit in Arbeitsverhältnissen, Verweigerung von Prüfungen, Verweigerung von Ordnungssystemen....) so lange schlittern wir freiwillig in die Unfreiheit.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke dass im Moment bei Facebook wie auch bei anderen sozialen Netzwerken faschistische Tendenzen derzeit nicht ablesbar sind, denn es fehlt an einem übergeordneten ideologischen Konzept das mehr als blose   Gewinnmaximierung zum Ziel hat. Aber das Internet und die Datenverarbeitungstechnologie, überhaupt die IT-technologie sind Werkzeuge, die es zukünftigen Herrschaftssystemen und -ideologien ermöglichen, relativ leicht die totale zentralistische Kontrolle und Manipulation der Massen zu gewährleisten.<br />
Eine neue Art des Faschismus wird nicht mehr plump mit offenem Terror, mit Springerstiefeln, mit militärischen oder paramilitärischen Formen und mit einem offen propagierten Warheits- und Alleinvertretungsanspruch daher kommen.<br />
Nein das geht viel subtiler ab. Die Massen werden einfach nur so lange verunsichert, bis sie freiwillig froh sind total kontrollierbar zu sein. Sie werden so lange mit alternativlosen Vorschlägen bombardiert, durch eine öffentliche Mainstreem-Presse und Medienlandschaft gestützt, dass sie auch ohne die klassischen Herrschafts- und Zwangsmittel den Herrschenden folgt, sie zu mindestens nicht bedeutsam in Frage stellt.<br />
Die demokratische Vielfalt und Pluralität als Voraussetzung für Herrschaft, als Voraussetzung um die Organisierung und Strukturierung von Gegenmacht in der Googel-Informationsflut untergehen zu lassen, das ist der neue Faschismus.<br />
Quasi eine Art permanente Gehirnüberflutung, gepaart mit immer mehr Stress durch die totalitäre Handy-Verfügbarkeit der sich kaum noch jemand entziehen kann, gepart mit einem immer stärkeren totalitären Anspruch auf Verfügbarkeit und Flexibilität am Arbeitsplatz bei gleichzeitigem Abbau oder der Aushölung von Arbeitnehmerrechten, das alles was so zur totalen Individualisierung, zur totalen Konsum- und Fremdorientierung beiträgt &#8211; das ist es was wie ein Krebsgeschwür das autonome Denken und Handeln immer mehr erschwert.<br />
Totale Konsumkontrrolle, totale Arbeitskontrolle, totale Finanzkontrolle, totale Kommunikationskontrolle durch Staaten, aber auch durch Wirtschaftsunternehmen, durch die Mafia, durch religiöse Organisationen, durch wen auch immer sofern er genug Geld und Macht und Interessen hat das zu managen, das alles nehmen wir unkritisch hin, ja viele sind so stark davon persönlich abhängig, dass sie es subjektiv als einen Freiheitsverlust definieren würden, wenn sie plötzlich mal wirklich Zeit zum Nachdenken hätten, geschweige denn Zeit um mit anderen gemeinsam neu zu denken.</p>
<p>Natürlich gibt es im Internet eine Unzahl unterschiedlichster Foren und Beiträge zum neuen alternativen Denken, aber ohne die gleichzeitige Anbindung an ein Netz persönlicher Beziehungen (nicht nur Netz-Beziehungen im weltweiten Cyber-Nirwana) und ohne eine gleichzeitige neue Ideiologiebildung und die Herausbildung von wirklichen system-unabhängigen, damit system-gefährdenden Organisationen mit dem Willen zur eigenen Machtübernahme, also als relevante Gegenmacht, ist nach derzeitiger Lage der Zug in Richtung totalitäre Weltherrschaft unterwegs.</p>
<p>ATTAC oder OKUPAY-Bewegung, oder die Piraten-Partei sind zwar kleine Ansätze, aber solange sie nicht in der Lage sind die Machtfrage wirklich zu stellen und zum Beispiel das Räderwerk des totalitären Finanzkapitalismus ernsthaft lahm zu legen (Schulden nicht mehr begleichen, Verweigerung der Handyverfügbarkeit in Arbeitsverhältnissen, Verweigerung von Prüfungen, Verweigerung von Ordnungssystemen&#8230;.) so lange schlittern wir freiwillig in die Unfreiheit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Eine Ministerin lässt sich vor Karren spannen von Martin Seeger</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2012/05/22/eine-ministerin-lasst-sich-vor-karren-spannen/#comment-56</link>
		<dc:creator><![CDATA[Martin Seeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 15:25:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=272#comment-56</guid>
		<description><![CDATA[Ich würde statt &quot;kriminellen Machenschaften&quot; eher von &quot;rechtswidrigen Praktiken&quot; schreiben. Kriminell impliziert für mich das Strafrecht, das IMHO nicht tangiert ist.

Die Verpflichtung von Facebook Profilinformationen rauszugeben, ist aus meiner Sicht juristisch schon da. Sie ist aber derzeit nicht duchsetzbar.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde statt &#8220;kriminellen Machenschaften&#8221; eher von &#8220;rechtswidrigen Praktiken&#8221; schreiben. Kriminell impliziert für mich das Strafrecht, das IMHO nicht tangiert ist.</p>
<p>Die Verpflichtung von Facebook Profilinformationen rauszugeben, ist aus meiner Sicht juristisch schon da. Sie ist aber derzeit nicht duchsetzbar.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der Facebook-Faschismus, V0.3a von marokiblog</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/11/25/der-facebook-faschismus/#comment-50</link>
		<dc:creator><![CDATA[marokiblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 13:04:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=108#comment-50</guid>
		<description><![CDATA[Hallo Hubert,

das ist keine Frage sich glättender Wogen. Und es geht doch auch nicht um Datenschutz, als wenn dieser, ein die Haltbarkeitsgrenze überschritten habender, Puderzucker auf einem Kuchen ist. Datenschutz ist DIE am besten funktionierende Alarmglocke, wenn Markt, Gewaltenteilung und freier Diskurs durch imperalistische Organisationen in Gefahr sind. Und das sind sie definitiv. Wenn ein Konzept wie facebook/google+ sich als Trend der Zeit durchsetzt, dann zeichnet sich eine Gesellschaft ab, die man aus meiner Sicht bislang als faschistisch bezeichnet hätte. Und sorry: Intelligente, politisch wache Menschen nehmen einen solchen Trend nicht einfach mit einem Achselzucken hin. Selbst wenn sie sich, vielleicht sogar soziologisch gebildet, gar keine Chancen einer wirksamen Gegenwehr ausrechnen können. Speziell in Deutschland gehört jedoch vergleichsweise wenig, dafür hinreichend sensibel zu sein und aufzumerken.

Besten Gruß
Martin]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hubert,</p>
<p>das ist keine Frage sich glättender Wogen. Und es geht doch auch nicht um Datenschutz, als wenn dieser, ein die Haltbarkeitsgrenze überschritten habender, Puderzucker auf einem Kuchen ist. Datenschutz ist DIE am besten funktionierende Alarmglocke, wenn Markt, Gewaltenteilung und freier Diskurs durch imperalistische Organisationen in Gefahr sind. Und das sind sie definitiv. Wenn ein Konzept wie facebook/google+ sich als Trend der Zeit durchsetzt, dann zeichnet sich eine Gesellschaft ab, die man aus meiner Sicht bislang als faschistisch bezeichnet hätte. Und sorry: Intelligente, politisch wache Menschen nehmen einen solchen Trend nicht einfach mit einem Achselzucken hin. Selbst wenn sie sich, vielleicht sogar soziologisch gebildet, gar keine Chancen einer wirksamen Gegenwehr ausrechnen können. Speziell in Deutschland gehört jedoch vergleichsweise wenig, dafür hinreichend sensibel zu sein und aufzumerken.</p>
<p>Besten Gruß<br />
Martin</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der Facebook-Faschismus, V0.3a von Hubert Pflumm (hpf)</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/11/25/der-facebook-faschismus/#comment-49</link>
		<dc:creator><![CDATA[Hubert Pflumm (hpf)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 10:54:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=108#comment-49</guid>
		<description><![CDATA[Ich glaube, dass sich die Wogen hier noch glätten werden. Der Trend der Zeit lässt sich auch von den Datenschützern nicht umkehren. Vielleicht wird kurzfristig ein Verbot durchgesetzt, auf Dauer lässt sich die Verbreitung von Informationen über solche Dienste aber nicht verhindern…

Viele Grüße
Hubert]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, dass sich die Wogen hier noch glätten werden. Der Trend der Zeit lässt sich auch von den Datenschützern nicht umkehren. Vielleicht wird kurzfristig ein Verbot durchgesetzt, auf Dauer lässt sich die Verbreitung von Informationen über solche Dienste aber nicht verhindern…</p>
<p>Viele Grüße<br />
Hubert</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der Facebook-Faschismus, V0.3a von marokiblog</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/11/25/der-facebook-faschismus/#comment-48</link>
		<dc:creator><![CDATA[marokiblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 18:48:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=108#comment-48</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Whitesparrow,

ich ahne Deine Idee. 

In meinem Koordinatensystem sind soziale Netzwerke organisierte Infrastrukturen, also hierarchisch erreichbar, keine gesellschaftlichen Infrastrukturen, also keine polyzentralen Strukturen. Wenn soziale Netzwerke nicht mehr sozusagen imperialistisch darauf aus wären, die Welt in sich abzubilden und von einem Punkt aus beobachtbar zu machen, wäre das mit GG, Markt und freiem Diskurs vereinbar, aber das genaue Gegenteil ist ja der Fall, FB ist &quot;ein Quasi-Staat im Internet&quot; (SPIEGEL 49/2011:80). Die Frage wäre, ob auch segmentierte Netzwerke, also mit eingeschränkter Verkettbarkeit und ohne privilegierten Beobachtungspunkt, für die Nutzer so verführerisch wie FB und g+ wären. Mir scheint die Frage geklärt: Das sind sie offenbar nicht, denn das haben wir bereits mit dem Internet und den doch sozusagen eingebauten fantastischen (Selbst-)Organisations-Strukturbildungsmöglichkeiten, ob segmentiert, ob stratifiziert, ob funktional-differenziert. 

Wir haben, mit Ausnahme einiger weniger Datenschützer und freien Politaktivisten, ich denke an CCC (ich denke vor allem an Wau!) oder Foebud, derzeit nur wenige Anwälte des freien Internet, etwa im Zustand der Mitte der 90er Jahre.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Whitesparrow,</p>
<p>ich ahne Deine Idee. </p>
<p>In meinem Koordinatensystem sind soziale Netzwerke organisierte Infrastrukturen, also hierarchisch erreichbar, keine gesellschaftlichen Infrastrukturen, also keine polyzentralen Strukturen. Wenn soziale Netzwerke nicht mehr sozusagen imperialistisch darauf aus wären, die Welt in sich abzubilden und von einem Punkt aus beobachtbar zu machen, wäre das mit GG, Markt und freiem Diskurs vereinbar, aber das genaue Gegenteil ist ja der Fall, FB ist &#8220;ein Quasi-Staat im Internet&#8221; (SPIEGEL 49/2011:80). Die Frage wäre, ob auch segmentierte Netzwerke, also mit eingeschränkter Verkettbarkeit und ohne privilegierten Beobachtungspunkt, für die Nutzer so verführerisch wie FB und g+ wären. Mir scheint die Frage geklärt: Das sind sie offenbar nicht, denn das haben wir bereits mit dem Internet und den doch sozusagen eingebauten fantastischen (Selbst-)Organisations-Strukturbildungsmöglichkeiten, ob segmentiert, ob stratifiziert, ob funktional-differenziert. </p>
<p>Wir haben, mit Ausnahme einiger weniger Datenschützer und freien Politaktivisten, ich denke an CCC (ich denke vor allem an Wau!) oder Foebud, derzeit nur wenige Anwälte des freien Internet, etwa im Zustand der Mitte der 90er Jahre.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der Facebook-Faschismus, V0.3a von Whitesparrow</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/11/25/der-facebook-faschismus/#comment-47</link>
		<dc:creator><![CDATA[Whitesparrow]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 17:43:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=108#comment-47</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Martin,
was wenn eine These nicht stimmt: Soziale Netzwerke sind Organisationen. Was wenn Soziale Netzwerke Infrastrukturen sind. Was wenn ich 5 Netzwerke verwende um zu kommunizieren, jeweils im Kontext: Markt, Wissenschaft, Religion, Staat, Politik, Gesellschaft? Was wenn ein Soziales Netzwerk sich,kreiert, wo der Beobachter sich beobachten lässt, durch seine Nutzer?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Martin,<br />
was wenn eine These nicht stimmt: Soziale Netzwerke sind Organisationen. Was wenn Soziale Netzwerke Infrastrukturen sind. Was wenn ich 5 Netzwerke verwende um zu kommunizieren, jeweils im Kontext: Markt, Wissenschaft, Religion, Staat, Politik, Gesellschaft? Was wenn ein Soziales Netzwerk sich,kreiert, wo der Beobachter sich beobachten lässt, durch seine Nutzer?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Facebooks Börsengang, V0.3a von marokiblog</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/12/04/facebooks-borsengang-v0-1/#comment-46</link>
		<dc:creator><![CDATA[marokiblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 20:52:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=210#comment-46</guid>
		<description><![CDATA[In Kristian Köhntopps Blog gab es eine relativ kurze Paralleldiskussion zu den Thesen hier, die überwiegend abfällig und wenig entwicklungsfähig ausfiel. Ein Beitrag darunter schien mir allerdings relevant und kommentierwürdig zu sein. Ich hatte dort meinen Kommentar geschrieben, der aber von Kristian nicht freigegeben wurde. Deshalb wiederhole ich die Kommentare von Andreas Pohl und mir hier:

&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Andreas Pohl on December 5, 2011 at 5:19 pm said:&lt;/strong&gt;
godwin: Hitlers Reich hat ja auch nicht für immer gehalten. Da war die Expansion bereits hoch problematisch. Microsofts Reich konnte auf PCs expandieren und endet mit dem Internet. Und Facebooks-Reich wird zu Beginn des Endes der virtuellen sozialen Netzwerke untergehen.
Das Internet wird sich hoffentlich bald dezentralisieren: DNS, Zertifikate, Routing, Storage – alles p2p, alles Clients.
Tot den Servern! Viva la Revolution! Das kommt in 5 bis 10 Jahren. Und je mehr Daten Facebook schluckt, desto schneller kommt es.&lt;/em&gt;

Darauf meine Entgegnung:

&lt;em&gt;marokiblog on December 5, 2011 at 7:36 pm said:&lt;/em&gt;
Your comment is awaiting moderation.

Ja, dem stimme ich aus architektonischer Sicht zu, das könnte prinzipiell ein Ausweg sein. Aber ich habe keine Vorstellung, welche Instanz dann die Verkettungen organisiert, die facebook so sexy machen? Wer macht den Organisator, der schlauer als der Nutzer sein muss, um dem Nutzer attraktive Angebote machen zu können? Z.B. weil der Nutzer gar nicht weiss, was er will oder wollen könnte. Und schon hast Du wieder den Vermittler drin.

Man kann es auch so sehen: Was facebook jetzt an gigantischen Hardware- und Netzinfrastruktur-Investitionen zu wuppen hat, bezahlen in Deinem Szenario die User am Ende auch noch selber. Damit wäre die perfide Konstruktion facebooks um noch eine weitere Drehung perfektioniert: Die Nutzer liefern nicht nur sich als Content ein, sondern sie bezahlen auch noch für die gesamte Technik, die für das Operating notwendig ist.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In Kristian Köhntopps Blog gab es eine relativ kurze Paralleldiskussion zu den Thesen hier, die überwiegend abfällig und wenig entwicklungsfähig ausfiel. Ein Beitrag darunter schien mir allerdings relevant und kommentierwürdig zu sein. Ich hatte dort meinen Kommentar geschrieben, der aber von Kristian nicht freigegeben wurde. Deshalb wiederhole ich die Kommentare von Andreas Pohl und mir hier:</p>
<p><em><strong>Andreas Pohl on December 5, 2011 at 5:19 pm said:</strong><br />
godwin: Hitlers Reich hat ja auch nicht für immer gehalten. Da war die Expansion bereits hoch problematisch. Microsofts Reich konnte auf PCs expandieren und endet mit dem Internet. Und Facebooks-Reich wird zu Beginn des Endes der virtuellen sozialen Netzwerke untergehen.<br />
Das Internet wird sich hoffentlich bald dezentralisieren: DNS, Zertifikate, Routing, Storage – alles p2p, alles Clients.<br />
Tot den Servern! Viva la Revolution! Das kommt in 5 bis 10 Jahren. Und je mehr Daten Facebook schluckt, desto schneller kommt es.</em></p>
<p>Darauf meine Entgegnung:</p>
<p><em>marokiblog on December 5, 2011 at 7:36 pm said:</em><br />
Your comment is awaiting moderation.</p>
<p>Ja, dem stimme ich aus architektonischer Sicht zu, das könnte prinzipiell ein Ausweg sein. Aber ich habe keine Vorstellung, welche Instanz dann die Verkettungen organisiert, die facebook so sexy machen? Wer macht den Organisator, der schlauer als der Nutzer sein muss, um dem Nutzer attraktive Angebote machen zu können? Z.B. weil der Nutzer gar nicht weiss, was er will oder wollen könnte. Und schon hast Du wieder den Vermittler drin.</p>
<p>Man kann es auch so sehen: Was facebook jetzt an gigantischen Hardware- und Netzinfrastruktur-Investitionen zu wuppen hat, bezahlen in Deinem Szenario die User am Ende auch noch selber. Damit wäre die perfide Konstruktion facebooks um noch eine weitere Drehung perfektioniert: Die Nutzer liefern nicht nur sich als Content ein, sondern sie bezahlen auch noch für die gesamte Technik, die für das Operating notwendig ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Moderne Faschismus-Indikatoren, V0.2a von marokiblog</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/12/04/moderne-faschismus-indikatoren-v0-1/#comment-44</link>
		<dc:creator><![CDATA[marokiblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 15:53:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=166#comment-44</guid>
		<description><![CDATA[zu 0. Es geht mir zunächst darum, ob meine Theorie, meine Beobachtung, meine Prognosen, meine Thesen wahrheitsfähig sind. Die Frage der Wirkung stellt sich danach. Es geht zunächst um Diskurs als darum, dass der &quot;seltsame Zwang des besseren Arguments&quot; eine Chance erhält. Das ist eine wissenschaftliche Motivlage.

zu 1. Ich schlage etwas anderes vor: Wenn ich verliere, ist eine Verbesserung meiner Urteilsfähigkeit von Nöten. Deshalb biete ich Dir an, dass Du mir einen Aufsatz/ ein Buch schenken darfst, das ich zu lesen dann verspreche. Für Dich gilt natürlich umgekehrt das gleiche. Wenn ich gewinne, musst Du ein Buch/ einen Aufsatz meiner Wahl lesen.

zu 2. Aus dieser These lässt sich eine ganze Ideologie entwickeln, ja. 

zu 3a. Was heisst &quot;näher stehen&quot;? Es reicht, dass die entscheidenden gesellschaftlichen Tätigkeiten in Facebook abgewickelt werden: Einkaufen, Verkaufen, Informieren, Plaudern, Planen, Diskutieren, Entscheiden. Ganz toll, wenn Organisationen sich in facebook abbilden. Passiert tendentiell schon am Beispiel von Schulklassen oder Universitäten. Andere werden folgen. 
3b. Anwälte und Inkassounternehmen, dann Mediation. Wozu abseits der Platform reglementieren? Das gibt es nicht mehr, bzw. ist doch absolut irrelevant, was außerhalb der Grenzen passiert. Innerhalb kann man dann noch die Inklusion bzgl. facebook stufenweise verschlechtern, Einschränkung der Optionen, langsame Wiederfreigabe.

zu 5. Verstehe das Diktum nicht.
5a. Genau, CIA und facebook kommen sich nicht ins Gehege. Und im Zweifel bestimmt die CIA. Facebook wird ansonsten in Ruhe gelassen,  die kriminellen und gegen die Verfassung verstoßenden Aktivitäten wird staatlicherseits gedeckt, solange CIA und vermutlich FBI nicht ihren Einfluss verlieren. Da haben beide etwas von: CIA perfekte Vorratsdatenspeicherung höchster Qualität, FB einen hochattraktiv-verführerischen Dienst. Ob das ewig so geht, vermutlich nicht. Die CIA wird ohne FB nicht mehr können. FB wird versuchen, auch die CIA zu dominieren.
5b. verstehe ich nicht. Sollte mit 5a erklärt sein.Ich stelle nicht auf Kooperation selber ab, sondern auf den Durchgriff der CIA auf andere Geheimdienste durch das Agreementgemäß 5a Das reicht mir. 
5c. Ich liefer Dir feine Thesen an, was willst Du noch? Ich kann Dir erklären, warum Tunesien, Ägypten, Libyien mit dem Thema durch sind, Syrien nicht. Weil die CIA unterschiedlich agiert in der Beurteilung, wer danach die Macht übernehmen wird und wie die neuen Machthaber orientiert sein werden, westlich oder fundamentalistisch. Sie kann das perfekt über facebook. Sie muss dafür auf der Contentebene von FB nur ein paar interessante Leute eingekauft haben, die die anderen in FB reinziehen.

Facebook und religiös-autoritäre Staaten sind strukturell betrachtet identisch. Beide verfügen über DEN EINEN Beobachtungspunkt, auf den sich alles zurechnen lässt, der dem Ganzen die Logik verleiht - und für Techniker den besonderen Reiz ausmacht. Das ist im Grunde der Kern meiner Argumentation. Deine Imaginationen zu sozialen Netzwerke leiten fehl. Dagegen sind Internet und Grundgesetz vereinbar, weil sie den einen EINEN Beobachtungspunkt verunmöglichen, denn Markt, Gewaltenteilung und Demokratie sowie freie Diskurse sind möglich. Sie alle gründen strukturelll und mit Bezug zu Personen in Anonymität, also in der Nichtzuordbarkeit von systemreproduzierenden Ereignissen auf bestimmte Personen (&lt;a href=&quot;http://www.maroki.de/pub/privacy/anonip.pdf&quot; title=&quot;Funktion von Anonymität&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.maroki.de/pub/privacy/anonip.pdf&lt;/a&gt;). Anonyme Peerreviews, geheime anonyme Wahlen, anonymes Bezahlen. Die Freiheit in der Anonymität der Großstadt. Facebook dagegen ist der Tod des Internet, weil sich Anonymität, das strukturelle Analogon zu Freiheit/Privatheit einer Person, innerhalb einer Organisation nicht simulieren lässt. Das lässt sich ja kaum in Gesellschaft herstellen, wie wir seit ANON/JAP bzw. Thor wissen. Das alles kann man gegenwärtig eben nur mit Theorie sehen. Ohne Theorie bleibt bestenfalls intelligente Intuition, die manchmal trifft, manchmal aber ebenso gnadenlos daneben haut.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zu 0. Es geht mir zunächst darum, ob meine Theorie, meine Beobachtung, meine Prognosen, meine Thesen wahrheitsfähig sind. Die Frage der Wirkung stellt sich danach. Es geht zunächst um Diskurs als darum, dass der &#8220;seltsame Zwang des besseren Arguments&#8221; eine Chance erhält. Das ist eine wissenschaftliche Motivlage.</p>
<p>zu 1. Ich schlage etwas anderes vor: Wenn ich verliere, ist eine Verbesserung meiner Urteilsfähigkeit von Nöten. Deshalb biete ich Dir an, dass Du mir einen Aufsatz/ ein Buch schenken darfst, das ich zu lesen dann verspreche. Für Dich gilt natürlich umgekehrt das gleiche. Wenn ich gewinne, musst Du ein Buch/ einen Aufsatz meiner Wahl lesen.</p>
<p>zu 2. Aus dieser These lässt sich eine ganze Ideologie entwickeln, ja. </p>
<p>zu 3a. Was heisst &#8220;näher stehen&#8221;? Es reicht, dass die entscheidenden gesellschaftlichen Tätigkeiten in Facebook abgewickelt werden: Einkaufen, Verkaufen, Informieren, Plaudern, Planen, Diskutieren, Entscheiden. Ganz toll, wenn Organisationen sich in facebook abbilden. Passiert tendentiell schon am Beispiel von Schulklassen oder Universitäten. Andere werden folgen.<br />
3b. Anwälte und Inkassounternehmen, dann Mediation. Wozu abseits der Platform reglementieren? Das gibt es nicht mehr, bzw. ist doch absolut irrelevant, was außerhalb der Grenzen passiert. Innerhalb kann man dann noch die Inklusion bzgl. facebook stufenweise verschlechtern, Einschränkung der Optionen, langsame Wiederfreigabe.</p>
<p>zu 5. Verstehe das Diktum nicht.<br />
5a. Genau, CIA und facebook kommen sich nicht ins Gehege. Und im Zweifel bestimmt die CIA. Facebook wird ansonsten in Ruhe gelassen,  die kriminellen und gegen die Verfassung verstoßenden Aktivitäten wird staatlicherseits gedeckt, solange CIA und vermutlich FBI nicht ihren Einfluss verlieren. Da haben beide etwas von: CIA perfekte Vorratsdatenspeicherung höchster Qualität, FB einen hochattraktiv-verführerischen Dienst. Ob das ewig so geht, vermutlich nicht. Die CIA wird ohne FB nicht mehr können. FB wird versuchen, auch die CIA zu dominieren.<br />
5b. verstehe ich nicht. Sollte mit 5a erklärt sein.Ich stelle nicht auf Kooperation selber ab, sondern auf den Durchgriff der CIA auf andere Geheimdienste durch das Agreementgemäß 5a Das reicht mir.<br />
5c. Ich liefer Dir feine Thesen an, was willst Du noch? Ich kann Dir erklären, warum Tunesien, Ägypten, Libyien mit dem Thema durch sind, Syrien nicht. Weil die CIA unterschiedlich agiert in der Beurteilung, wer danach die Macht übernehmen wird und wie die neuen Machthaber orientiert sein werden, westlich oder fundamentalistisch. Sie kann das perfekt über facebook. Sie muss dafür auf der Contentebene von FB nur ein paar interessante Leute eingekauft haben, die die anderen in FB reinziehen.</p>
<p>Facebook und religiös-autoritäre Staaten sind strukturell betrachtet identisch. Beide verfügen über DEN EINEN Beobachtungspunkt, auf den sich alles zurechnen lässt, der dem Ganzen die Logik verleiht &#8211; und für Techniker den besonderen Reiz ausmacht. Das ist im Grunde der Kern meiner Argumentation. Deine Imaginationen zu sozialen Netzwerke leiten fehl. Dagegen sind Internet und Grundgesetz vereinbar, weil sie den einen EINEN Beobachtungspunkt verunmöglichen, denn Markt, Gewaltenteilung und Demokratie sowie freie Diskurse sind möglich. Sie alle gründen strukturelll und mit Bezug zu Personen in Anonymität, also in der Nichtzuordbarkeit von systemreproduzierenden Ereignissen auf bestimmte Personen (<a href="http://www.maroki.de/pub/privacy/anonip.pdf" title="Funktion von Anonymität" target="_blank" rel="nofollow">http://www.maroki.de/pub/privacy/anonip.pdf</a>). Anonyme Peerreviews, geheime anonyme Wahlen, anonymes Bezahlen. Die Freiheit in der Anonymität der Großstadt. Facebook dagegen ist der Tod des Internet, weil sich Anonymität, das strukturelle Analogon zu Freiheit/Privatheit einer Person, innerhalb einer Organisation nicht simulieren lässt. Das lässt sich ja kaum in Gesellschaft herstellen, wie wir seit ANON/JAP bzw. Thor wissen. Das alles kann man gegenwärtig eben nur mit Theorie sehen. Ohne Theorie bleibt bestenfalls intelligente Intuition, die manchmal trifft, manchmal aber ebenso gnadenlos daneben haut.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Moderne Faschismus-Indikatoren, V0.2a von Martin Seeger</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/12/04/moderne-faschismus-indikatoren-v0-1/#comment-43</link>
		<dc:creator><![CDATA[Martin Seeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:01:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=166#comment-43</guid>
		<description><![CDATA[Zu 0. Inhaltlich ACK. Aber Du hast doch Absichten mit Deinem Text. Soll er nur schön und wahr sein oder willst Du eine Wirkung erzielen. Wenn letzteres: die Rezeption deutet auf eine geringe Feuerwirkung hin.

Zu 1. OK, Wetteinsatz Abendessen für 4 Personen im Ruffini? 

Ich glaube auch, dass der IPO bald erfolgt. Hauptargument gegen einen IPO waren für Zuckerberg die erhöhten Transparenzanforderungen. Diese muss er aber bald sowieso erfüllen, da er mehr als 500 Shareholder haben wird. Wenn die CIA ein wesentlicher Spieler bei FB ist, würde nach meiner Einschätzung eher später erfolgem.

Zu 2. Ist das für Dich schon eine Ideologie? 

IMHO hat FB im Kampf gegen Google nur Außenseiterchancen (&lt;25%). Aber hier besteht die Gefahr, dass meine Sympathie/Antipathien die Einschätzung beeinflussen.

Zu 3. Raumgebunden habe ich (weise wie ich bin) gar nicht als Kriterium gefordert. Damit ich FB als Quasi-Staat akzeptiere, müssten zwei Kriterien erfüllt sein:

a) Ein signifikanter Anteil der FB-Nutzer müsste FB näher stehen als z.B. den USA, UK oder BRD.

b) FB müsste eine Exekutive haben, die das Leben der Nutzer auch abseits der Plattform reglementieren kann.

Zu 5. Ein Negativum lässt sich nicht beweisen. Daher muss man es von der anderen Seite angehen:

a) Liegt die Kooperation im Interesse beider Seiten? Was hat die jeweilige Seite davon?

b) Ist das Verhalten einer der beiden Seiten nur durch eine Kooperation sinnvoll zu erklären?

c) Impliziert die Kooperation Effekte in der Zukunft anhand derer man die Hypothese überrüfen kann?

Zu a) kann man sagen: Im Interesse der CIA liegt es, das Interesse von FB wäre durch finanzielle und regulatorische Vorteile motiviert. Die FB-Vorteile lassen sich aber auf Dauer nicht verstecken.

Zu b) Hier bist Du zur Zeit sehr dünn besetzt ;-). Ich erkenne solches Verhalten noch nicht einmal im Ansatz.

Zu c) Deine Prognose ist IMHO nicht valide, da jeder fundamentalistisch geprägter Staat Unruhe sozusagen eingebaut hat. Wenn Du hier punkten willst, müsstest Du bessere Prognosen abgeben (z.B. einen derzeit stabilen Staat der nach Entfremdung mit den USA durch soziale Medien destabilisiert wird. Ist z.B. so etwas in der Türkei zu beobachten?).

Soziale Netzwerke und religiös autoritäre Staaten sind aus meiner Sicht viel stärkere Gegensätze als Grundgesetz und soziale Netzwerke. Da brauche ich für ein Feuer keine CIA.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu 0. Inhaltlich ACK. Aber Du hast doch Absichten mit Deinem Text. Soll er nur schön und wahr sein oder willst Du eine Wirkung erzielen. Wenn letzteres: die Rezeption deutet auf eine geringe Feuerwirkung hin.</p>
<p>Zu 1. OK, Wetteinsatz Abendessen für 4 Personen im Ruffini? </p>
<p>Ich glaube auch, dass der IPO bald erfolgt. Hauptargument gegen einen IPO waren für Zuckerberg die erhöhten Transparenzanforderungen. Diese muss er aber bald sowieso erfüllen, da er mehr als 500 Shareholder haben wird. Wenn die CIA ein wesentlicher Spieler bei FB ist, würde nach meiner Einschätzung eher später erfolgem.</p>
<p>Zu 2. Ist das für Dich schon eine Ideologie? </p>
<p>IMHO hat FB im Kampf gegen Google nur Außenseiterchancen (&lt;25%). Aber hier besteht die Gefahr, dass meine Sympathie/Antipathien die Einschätzung beeinflussen.</p>
<p>Zu 3. Raumgebunden habe ich (weise wie ich bin) gar nicht als Kriterium gefordert. Damit ich FB als Quasi-Staat akzeptiere, müssten zwei Kriterien erfüllt sein:</p>
<p>a) Ein signifikanter Anteil der FB-Nutzer müsste FB näher stehen als z.B. den USA, UK oder BRD.</p>
<p>b) FB müsste eine Exekutive haben, die das Leben der Nutzer auch abseits der Plattform reglementieren kann.</p>
<p>Zu 5. Ein Negativum lässt sich nicht beweisen. Daher muss man es von der anderen Seite angehen:</p>
<p>a) Liegt die Kooperation im Interesse beider Seiten? Was hat die jeweilige Seite davon?</p>
<p>b) Ist das Verhalten einer der beiden Seiten nur durch eine Kooperation sinnvoll zu erklären?</p>
<p>c) Impliziert die Kooperation Effekte in der Zukunft anhand derer man die Hypothese überrüfen kann?</p>
<p>Zu a) kann man sagen: Im Interesse der CIA liegt es, das Interesse von FB wäre durch finanzielle und regulatorische Vorteile motiviert. Die FB-Vorteile lassen sich aber auf Dauer nicht verstecken.</p>
<p>Zu b) Hier bist Du zur Zeit sehr dünn besetzt ;-). Ich erkenne solches Verhalten noch nicht einmal im Ansatz.</p>
<p>Zu c) Deine Prognose ist IMHO nicht valide, da jeder fundamentalistisch geprägter Staat Unruhe sozusagen eingebaut hat. Wenn Du hier punkten willst, müsstest Du bessere Prognosen abgeben (z.B. einen derzeit stabilen Staat der nach Entfremdung mit den USA durch soziale Medien destabilisiert wird. Ist z.B. so etwas in der Türkei zu beobachten?).</p>
<p>Soziale Netzwerke und religiös autoritäre Staaten sind aus meiner Sicht viel stärkere Gegensätze als Grundgesetz und soziale Netzwerke. Da brauche ich für ein Feuer keine CIA.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Moderne Faschismus-Indikatoren, V0.2a von marokiblog</title>
		<link>http://marokiblog.wordpress.com/2011/12/04/moderne-faschismus-indikatoren-v0-1/#comment-42</link>
		<dc:creator><![CDATA[marokiblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 09:46:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://marokiblog.wordpress.com/?p=166#comment-42</guid>
		<description><![CDATA[zu 0. Effekte und Rhetorik, einzelne Töne, keinerlei Übung im Erstellen einer Melodie. Eben außer Pohl.

zu 1. Ist mir Recht. Bis zu 1 Millionen Anteilseigner gewinnst Du, ab 10 Millionen habe ich gewonnen. Faktor 10 ist eine edle Kennzeichnung der Grenze, wenn dazwischen dann unentschieden, das ist großzügig von mir. Was ist der Wetteinsatz? 

Ich biete Dir noch eine Wette an, die eng verwandt ist: Zuckerberg ziehrt sich lange schon, was ihm sein Think Tank empfiehlt. Aber facebook geht tatsächlich an die Börse, und zwar in 2012 oder spätestens 2013. Bis dahin muss das durch sein. Ich würde mich für die Wette auf 2012 festlegen.

zu 2. Du bist sexier als bislang, weil Du facebook nutzt. Und: totale Transparenz ist sexy, die von totaler Mobilität (Apple) und totaler Warenverfügbarkeit (Amazon) und totalem Wissen (Google) flankiert wird (vgl. Spiegel-Artikel). Die letzten drei werden an facebook angeflanscht, facebook organisiert sie (sorum ist vermutlich leichter als umgekehrt). Ich bin noch nicht ganz entschieden, ob facebook als Gewinner rausgeht, so wie der Spiegel offenbar vermutet. Wenn google keine Fehler macht, ist eigentlich google - aufgrund seiner noch etwas besser ausgebildeten Fähigkeit zur Organisation auch von Organisationsexternem (bspw. in Form der seit Jahren angelegten &quot;unique users&quot;) - auch der noch größere Angriff auf die bürgerlichen Freiheiten. Also: Der Transfer der SocialNet-Avantgarde von facebook zu google+ könnte sich als Totalreinfall herausstellen. Für mich zZ 50:50.

zu 3. Nicht mehr raumgebundenes Volk, sondern domaingebundene Mitgliedschaft. Raumgrenzen lösen sich, wie bisher schon, auf (von Flüssen/Meeren/Bergen über Mauern über TürmeMitGedaschtenMauernDazwischen über gedachte Grenzlinien über Katastereinträge und Karten zu Geokoordinaten). Die räumliche Verwaltung ist nur noch automatisierte Exekutive. Der Rest an räumlichen Unwägbarkeiten wird dann in den facebook-Grenzen abgewickelt.

5. Die ausländischen Geheimdienste sind vollständig abhängig von Facebook. These: Das Management ausländischer Geheimdienste überlässt Zuckerberg sinnvollerweise dem facebook-Anteilseigner CIA. Aus meiner Beobachtungsposition kann ich nur Thesen darüber liefern und Plausibilität beanspruchen. Genau nur wie Du (vermute ich). In diesem ganzem Umfeld kann es keine belastbaren Beweise für irgendwas geben. Genau das wird dort permant unterlaufen.
Mit dieser These der CIA-Steuerung kann ich allerdings Prognosen abgeben, die dann Beobachtungen organisieren, das heisst: zu bestätigen oder zu widerlegen gestatten. Eine These in diesem Sinne: Wenn eine Revolution in einem arabischen Staat auf eine Installation von USA-feindlichen religiösen Fundamentalisten hinausläuft, dann wird es zu keiner prästabilisierten westfreundlichen Ordnung - wie in Tunesien, Ägypten und Libyien geschehen - hinauslaufen. Dort macht sich der Westen breit. Sondern es werden die Unruhen durch Kommunikationsstörungen (überwachen, zerstören, verbieten von Internet- bzw. twitter- und facebook-Zugängen) ohne Ende am Köcheln gehalten. Und zwar so lange bis absehbar ist, das sich eine West- oder klarer noch: USA-geeignete Struktur ausbilden wird. Ein Testkandidat für die Thesen: Syrien.

Theorie ist dazu da, informationshaltige, konstruktive Thesen zu generieren, nicht: die Welt festzunageln. Auch das geht seit Heisenberg nicht mehr. Festnageln (heisst: alle Risiken rauszunehmen) ist allerdings die Erwartung von Technikern oder Technokraten. Was sie noch lernen müssen ist: Risikomanagement. Ja, und auch Theorie unterliegt dann Veränderungen. Wann woran zu zweifeln ist, an den Beobachtungen oder an deren theoretischer Organisation, ist offen. Die Funktion des Diskurses besteht darin, hierfür Kriterien zu generieren, was stabil bleiben sollte und was variiert wird.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zu 0. Effekte und Rhetorik, einzelne Töne, keinerlei Übung im Erstellen einer Melodie. Eben außer Pohl.</p>
<p>zu 1. Ist mir Recht. Bis zu 1 Millionen Anteilseigner gewinnst Du, ab 10 Millionen habe ich gewonnen. Faktor 10 ist eine edle Kennzeichnung der Grenze, wenn dazwischen dann unentschieden, das ist großzügig von mir. Was ist der Wetteinsatz? </p>
<p>Ich biete Dir noch eine Wette an, die eng verwandt ist: Zuckerberg ziehrt sich lange schon, was ihm sein Think Tank empfiehlt. Aber facebook geht tatsächlich an die Börse, und zwar in 2012 oder spätestens 2013. Bis dahin muss das durch sein. Ich würde mich für die Wette auf 2012 festlegen.</p>
<p>zu 2. Du bist sexier als bislang, weil Du facebook nutzt. Und: totale Transparenz ist sexy, die von totaler Mobilität (Apple) und totaler Warenverfügbarkeit (Amazon) und totalem Wissen (Google) flankiert wird (vgl. Spiegel-Artikel). Die letzten drei werden an facebook angeflanscht, facebook organisiert sie (sorum ist vermutlich leichter als umgekehrt). Ich bin noch nicht ganz entschieden, ob facebook als Gewinner rausgeht, so wie der Spiegel offenbar vermutet. Wenn google keine Fehler macht, ist eigentlich google &#8211; aufgrund seiner noch etwas besser ausgebildeten Fähigkeit zur Organisation auch von Organisationsexternem (bspw. in Form der seit Jahren angelegten &#8220;unique users&#8221;) &#8211; auch der noch größere Angriff auf die bürgerlichen Freiheiten. Also: Der Transfer der SocialNet-Avantgarde von facebook zu google+ könnte sich als Totalreinfall herausstellen. Für mich zZ 50:50.</p>
<p>zu 3. Nicht mehr raumgebundenes Volk, sondern domaingebundene Mitgliedschaft. Raumgrenzen lösen sich, wie bisher schon, auf (von Flüssen/Meeren/Bergen über Mauern über TürmeMitGedaschtenMauernDazwischen über gedachte Grenzlinien über Katastereinträge und Karten zu Geokoordinaten). Die räumliche Verwaltung ist nur noch automatisierte Exekutive. Der Rest an räumlichen Unwägbarkeiten wird dann in den facebook-Grenzen abgewickelt.</p>
<p>5. Die ausländischen Geheimdienste sind vollständig abhängig von Facebook. These: Das Management ausländischer Geheimdienste überlässt Zuckerberg sinnvollerweise dem facebook-Anteilseigner CIA. Aus meiner Beobachtungsposition kann ich nur Thesen darüber liefern und Plausibilität beanspruchen. Genau nur wie Du (vermute ich). In diesem ganzem Umfeld kann es keine belastbaren Beweise für irgendwas geben. Genau das wird dort permant unterlaufen.<br />
Mit dieser These der CIA-Steuerung kann ich allerdings Prognosen abgeben, die dann Beobachtungen organisieren, das heisst: zu bestätigen oder zu widerlegen gestatten. Eine These in diesem Sinne: Wenn eine Revolution in einem arabischen Staat auf eine Installation von USA-feindlichen religiösen Fundamentalisten hinausläuft, dann wird es zu keiner prästabilisierten westfreundlichen Ordnung &#8211; wie in Tunesien, Ägypten und Libyien geschehen &#8211; hinauslaufen. Dort macht sich der Westen breit. Sondern es werden die Unruhen durch Kommunikationsstörungen (überwachen, zerstören, verbieten von Internet- bzw. twitter- und facebook-Zugängen) ohne Ende am Köcheln gehalten. Und zwar so lange bis absehbar ist, das sich eine West- oder klarer noch: USA-geeignete Struktur ausbilden wird. Ein Testkandidat für die Thesen: Syrien.</p>
<p>Theorie ist dazu da, informationshaltige, konstruktive Thesen zu generieren, nicht: die Welt festzunageln. Auch das geht seit Heisenberg nicht mehr. Festnageln (heisst: alle Risiken rauszunehmen) ist allerdings die Erwartung von Technikern oder Technokraten. Was sie noch lernen müssen ist: Risikomanagement. Ja, und auch Theorie unterliegt dann Veränderungen. Wann woran zu zweifeln ist, an den Beobachtungen oder an deren theoretischer Organisation, ist offen. Die Funktion des Diskurses besteht darin, hierfür Kriterien zu generieren, was stabil bleiben sollte und was variiert wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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